Jahresrückblick: Unsere spannendsten Projekte aus 2025

Am Jahresende dürfen wir uns auf die Schultern klopfen. Ganz besonders deshalb, da unsere Projekte und Aufgaben ehrenamtlich erledigt werden – also neben Job, Familie und Hobbys. Lies hier, worauf wir dieses Jahr besonders stolz sind.

Vorläufigen Klimabeirat initiiert

Dresden sollte schon längst einen Klimabeirat bekommen, wie es ihn auch bereits in vielen anderen Städten in Deutschland gibt. Doch der Stadtrat hat die Einsetzung des Beirates immer wieder verschoben. Anfang des Jahres haben wir deshalb mit Unterstützung der Lokalen Agenda und dem BUND Dresden die potentielle Mitglieder des geplanten Klimabeirates eingeladen und ein informelles Beiratstreffen am 3. Juni organisiert. Wir konnten dafür Vertreter aus allen Stadtratsfraktionen, verschiedenen städtischen Unternehmen, der TU Dresden, Wirtschaftsverbänden und Umweltinitiativen gewinnen. Diese überaus positive Reaktion hat uns selbst überrascht und gezeigt, dass eine breite Bereitschaft vorhanden ist, Klimathemen in die Stadtratsarbeit mit einzubeziehen.

Balkonkraftwerk verlost und installiert

Wir wollten zeigen, wie schnell und einfach jeder an der Energiewende mitwirken kann. Dafür haben wir eine Verlosungsaktion für eine steckfertige Solaranlage organisiert und anschließend beim Gewinner aufgebaut. Wenn auch sehen möchtest, wie die Sonne zu deinem klimaneutralen Stromlieferanten wird, schau dir unser Instagram Reel über den Aufbau der Solaranlage an.

Klimastammtisch gestartet

Immer wieder stellen wir fest, das viele Menschen einen großen Redebedarf über Klimathemen haben. Manchmal sind es Sorgen über den Klimawandel oder sogar eigene Betroffenheit von konkreten Schäden. Bei anderen sind es Ängste vor Klimaschutzmaßnahmen. Manche fühlen sich Orientierungslos und fragen uns, was sie persönlich gegen den Klimawandel tun können. Für all diese Menschen haben wir im Oktober einen Klimastammtisch in Dresden gestartet. Einmal im Quartal treffen wir uns im Restaurant Brennessel und reden über große und kleine Dinge rund um Klimathemen.

Auszeichnung erhalten

Wir waren auch dieses Jahr für den Lokale Agenda Dresden Preis nominiert, der diesmal unter dem Thema „Bildung gestaltet Zukunft“ vergeben wurde. Und dieses Jahr blieb es nicht bei einer Nominierung, sondern wir haben auch gewonnen! Ausgezeichnet wurden wir für unser Klimaschutz-Wunschzettel-Projekt mit Dresdner Schülern, dass wir 2023 auf die Beine gestellt hatten.

Klimainfo-Punkt aufgestellt

Im vierten Quartal haben wir uns der Projektidee gewidmet, einen öffentlichen Infopunkt mit Klimaschutzthemen in und für Dresden zu entwickeln. Als Teil des „Grünen Bogens“ im Stadtzentrum sollten Besucher sich an diesem Infopunkt hinsetzen und gleichzeitig über Klimaschutzthemen informieren können. Wie das häufig ist, wird aus einer schönen Idee schnell ein sehr umfangreiches Aufgabenpaket: Infotexte mussten geschrieben, ein Design für den Infopunkt mit Sitzbank gefunden, ein Handwerksbetrieb beauftragt, der Standort mit der Stadtverwaltung ausgewählt und genehmigt werden und, nicht zu vergessen, ausreichend Geldmittel über Crowdfunding und Förderungen beschafft werden. Am 19.12.25 war die offizielle Eröffnung des Klimainfo-Punktes mit der Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. Den Infopunkt könnt ihr nun auf der Prager Straße vor dem DM Markt als Pausenplatz, Treffpunkt und natürlich zum Lernen nutzen.

Willst du nächstes Jahr dabei sein?

Je größer das Team, desto mehr tolle Projekte können wir für Dresden umsetzen. Komm zu unseren monatlichen Onboardings und lerne die Menschen hinter DresdenZero kennen!

Unsere Auswertung des kommunalen Wärmeplans der Stadt Dresden

Wir haben uns das neue Konzept der kommunalen Wärmeplanung der Landeshauptstadt Dresden angesehen und eine Auswertung für dich dazu erstellt. Der neue Wärmeplan definiert wichtige Schritte hin zu einer klimaneutralen Wärmeversorgung. Hier findest du den offiziellen Wärmeplan der Stadt Dresden.

Ergebnis-Überblick für Schnellleser

Positive Ansätze

  • Fernwärme als Schlüsseltechnologie: In dicht besiedelten Stadtteilen setzt Dresden auf
    den Ausbau von Fernwärmenetzen. Diese ermöglichen die Integration erneuerbarer Energien,
    entlasten Stromnetze und versorgen große Wohnquartiere effizient.
  • Nahwärme für kleinere Quartiere: Dort, wo eine Anbindung an das Fernwärmenetz wirtschaftlich nicht möglich ist, sollen Nahwärmenetze ausgebaut werden. Diese flexiblen Systeme nutzen lokale Wärmequellen und können die Stromnetze in Zeiten hoher Belastung entlasten.
  • Innovative Wärmespeicherung: Großwärmepumpen und Wärmespeicher werden als konkrete Projekte umgesetzt, um Wärme effizient aus Umwelt- oder Abwärmequellen bereitzustellen und Versorgungsspitzen abzufedern.

Kritische Punkte

  • Keine Orientierung für viele Haushalte: 18 % der Dresdner Gebäude liegen in Prüfgebieten. Dort ist unklar, welche Wärmeversorgung zukünftig kommt. Wer heute eine neue Heizung benötigt, erhält keine verlässliche Auskunft.
  • Wasserstoff im Gasnetz ist keine Lösung: Eine Meta-Analyse von 54 Studien (Rosenow 2024) zeigt, dass Wasserstoff zum Heizen ineffizient, teuer und unsicher ist. Auch die Verbraucherzentrale rät von H₂-ready-Heizungen ab. Ein Ausschluss von Wasserstoff würde aufwändige Prüfungen verhindern und für mehr Planungssicherheit sorgen.
  • Kostenfalle Gasnetz: Mit sinkender Gasnachfrage steigen die Netzentgelte für die verbleibenden Kund:innen stark an. Fachgutachten, unter anderem von Agora Energiewende, warnen davor: „Selbst unter Berücksichtigung einer Umrüstung auf Wasserstoff sinkt der Gasnetzbedarf 2045 um über 90 Prozent. Ohne eine Anpassung des Ordnungsrahmens drohen bis 2044 eine Versechzehnfachung der Netzentgelte […] von bis zu 10 Milliarden Euro.“ Aktuell sieht der Entwurf des Wärmeplans der Stadt Dresden jedoch keinen konkreten Fahrplan für eine geordnete Stilllegung des Gasnetzes vor.
  • Nahwärme bleibt Flickenteppich: Viele potenzielle Gebiete sind benannt, doch nur wenige werden zeitnah vertieft geprüft. Für viele Anwohner:innen bleibt unklar, wer die Initiative ergreift – Stadt, Versorger oder Bürger:innen selbst

Unsere Forderungen

  • Klare Absage an Wasserstoff im Gasnetz.
  • Beschleunigung und klare Zuständigkeiten bei der Prüfung von Nahwärmegebieten.
  • Fahrplan zur geordneten Stilllegung des Gasnetzes.

Unsere Detailanalyse

Grundsätzliche Probleme

Der neue Wärmeplan hat zwar die Reduktion von Treibhausgasen zum Ziel, aber plant die Umsetzung der Maßnahmen bis 2045 und somit 10 Jahre später als das notwendige Zieljahr. Durch das Bürgerbegehren wurde eingefordert, dass Dresden bis 2035 klimaneutral wird, damit die Erderwärmung auf 1,5 Grad begrenzt werden kann – gemäß dem Pariser Klimabkommen. Auch im neuen städtischen Klimakonzept (IEK) soll 2035 möglichst als Null-Jahr erreicht werden. In der aktuellen Version des Wärmeplanes wird außerdem nur eine Reduktion von 94 % der Treibhausgas-Emissionen erreicht. Eine echte Klimaneutralität wird gar nicht angestrebt. Da der Bereich Wärmeversorgung einen erheblichen Umfang der klimaschädlichen Emissionen in einer Stadt verursacht, gefährdet der aktuelle Entwurf des Wärmeplanes die Gesamtstrategie zur Erreichung von Klimaneutralität der Stadt Dresden.

Integrierte Planung

Wir möchten unterstreichen, dass die Wärmeplanung unbedingt in die vorhandenen kommunalen Planungen integriert werden muss. Dazu gehören Flächennutzungspläne, Bauleitpläne, Stadtentwicklungspläne, Sanierungspläne und Netzentwicklungspläne. Dies stellt sicher, dass die unterschiedlichen Pläne und Maßnahmen Hand in Hand gehen und aufeinander aufbauen, sodass Synergien geschaffen werden.

Reduktion des Wärmebedarfs

Die Annahme der geringen Sanierungsrate von 0,2 % für das Zielszenario wie auch die Grundszenarien als Basis zur Berechnung ist angebracht, um keine übermäßige Abnahme des Wärmebedarfs zu prognostizieren. Andernfalls könnte es passieren, dass Ziele durch übertriebenen Optimismus irrtümlicherweise als erreicht angenommen werden. Jedoch kommt die energetische Sanierung im Plan zu kurz. Wir verbrauchen zu viel Energie und erneuerbare Wärme bleibt ein knappes Gut. Trotz gutem Sanierungsstand ist es wichtig, dass die Stadt die Unterstützung und Begleitung zur energetischen Sanierung vornimmt. Wir fordern daher konkrete Maßnahmen zur Realisierung energetischer Sanierungsmaßnahmen, zum Beispiel durch die Einrichtung von sogenannten One-Stop-Shops.

Es ist positiv zu bewerten, dass die Stadt die in ihrem Einfluss befindlichen Gebäude auf Sanierungsbedarf überprüfen möchte. Warum hier noch keine Fortschritte in Form einer umfassenden Bewertung stattgefunden hat, bleibt unklar.

Nahwärmenetze

Für den Wärmenetzausbau sind konkrete Maßnahmen gemeinsam mit den bestehenden und potenziellen Netzbetreibern zu erarbeiten. Allerdings liegen 18 % der Dresdner Gebäude in Prüfgebieten. Dort ist unklar, welche Versorgungsart zukünftig zum Einsatz kommt. Wer heute eine neue Heizung benötigt, erhält keine verlässliche Auskunft.

Gerade bei der Nahwärme zeigt sich, dass viele potenzielle Gebiete zwar benannt sind, doch nur wenige zeitnah vertieft geprüft werden. Für viele Anwohner:innen bleibt unklar, wer die Initiative ergreift – Stadt, Versorger oder Bürger:innen selbst. Wir fordern daher eine bessere Planungssicherheit mit einem kürzeren Zeithorizont und einem klaren Ansprechpartner, sodass es wie häufig im Bericht erwähnt, zu keinem unkoordinierten Ausbau kommt.

Fernwärmenetze

Leider setzt die Wärmeplanung zum Teil weiterhin auf Verbrennungsprozesse. Jedoch bedeuten diese weitere klimaschädliche Emissionen und sollten bei der Wärmeversorgung der Zukunft vermieden werden. Eine Nutzung der Abwärme durch thermische Abfallbehandlung ist prinzipiell zu begrüßen, damit die erzeugte Abwärme nicht verschwendet wird. Jedoch wird die Müllmenge bei angestrebter Kreislaufwirtschaft zukünftig abnehmen. Entsprechend sollte nicht wie im Bericht eine Steigerung, sondern eher eine perspektivische Senkung der Müllverbrennung angenommen werden (Bericht KWP S. 70). Ähnliches gilt für die übermäßige Verplanung von biogenen Brennstoffen und Wasserstoff, auf die in folgenden Kapiteln näher eingegangen wird.

Durch den kontinuierlichen Anfall von Müll arbeitet eine Müllverbrennungsanlage nicht saisonal und stellt daher eine Konkurrenz zur erneuerbaren Wärme dar.

Wir befürworten, dass der Wärmeplan die Notwendigkeit adressiert, kommunale Flächen für die Erzeugung und Speicherung von Wärme zu sichern sowie konkrete Maßnahmen einzuleiten bzw. zu prüfen. Hierzu gehören unter anderem die Großwärmespeicher aus der Maßnahme 1.11. Zusätzliche Speicher wären aus unserer Perspektive wünschenswert. Hierfür sollte nach weiteren potenziellen Standorten gesucht werden.

Die Umsetzungsmaßnahmen reichen derzeit in Bezug auf die Dekarbonisierung der Fernwärme nicht aus. Fossile Energieträger werden noch zu lange die Hauptrolle in der Wärmeversorgung spielen. Zudem sollte für die Erreichung des angestrebten Klimaneutralitätsziels mit Reserven geplant werden, da sich Projekte immer auch verzögern können. Wir fordern auch hier mehr Planungssicherheit für die Bürger:innen, indem Prüfgebiete zeitnah geprüft werden.

Stromnetze

Die Wärmewende markiert den grundlegenden Wandel von fossil betriebenen Heizsystemen zu elektrischen Wärmepumpen, die mit Strom aus erneuerbaren Quellen klimaneutral und hocheffizient arbeiten. Diese weitreichende Transformation der Heizungsinfrastruktur wird die Stromnachfrage auf Quartiersebene spürbar erhöhen. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir den geplanten Ausbau des lokalen Stromverteilnetzes. Hierbei ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz notwendig.

Biogene Brennstoffe und Wasserstoff

Biomasse und Biogas dürfen zum Schutz von Klima und Natur nur dann verbrannt werden, wenn sämtliche alternative Potenziale bereits ausgeschöpft sind und wenn dies unter Einhaltung strenger Nachhaltigkeitskriterien erfolgt. Schließlich entstehen dabei ebenfalls Treibhausgase, während unsere Ökosysteme bereits jetzt schon massiv unter Druck sind. Zudem wird aus dem Wärmeplan nicht ersichtlich, ob eine mehrfache Verplanung der möglicherweise verfügbaren Biomasse in den Nachbarkreisen/-städten ausgeschlossen ist. In diesem Zusammenhang ist die Abschätzung einer Wärmeerzeugung von 7 % aus Biomasse fürs Zielszenario nicht nachvollziehbar.

Wasserstoff wird bisher weltweit zu 99 % aus fossilen Brennstoffen hergestellt und trägt damit ebenfalls zur globalen Klimaerwärmung bei. Falls Wasserstoff in geringen Mengen für die zentrale Wärmeerzeugung eingeplant wird, dann sollte er aus erneuerbaren Energien produziert werden. Dieser “grüne” Wasserstoff ist teuer und sollte daher ausschließlich an Spitzenlasttagen mit sehr hohem Wärmebedarf zur Fernwärmeerzeugung eingesetzt werden.  Wir fordern die Stadt auf neben den geplanten (Groß-)Wärmepumpen weitere Abwärmepotenziale zu erschließen und stärker auf Speicherlösungen zu setzen.

Für Privathaushalte steht “grüner” Wasserstoff in absehbarer Zeit nicht in ausreichenden Mengen zum Heizen zur Verfügung. Wasserstoff sollte vorrangig Anwendungen in der Industrie vorbehalten werden, die sich nicht elektrifizieren lassen (beispielsweise bei Prozesswärmebedarfen über 200 °C). Bürger:innen sollte diese Scheinlösung keinesfalls präsentiert werden, da es sie in eine Kostenfalle lockt und falsche Anreize schafft, in neue Gasheizungen zu investieren. Eine Meta-Analyse von 54 Studien [1] zeigt, dass Wasserstoff zum Heizen ineffizient, teuer und unsicher ist. Auch die Verbraucherzentrale rät von H₂-ready-Heizungen ab.  Ein Ausschluss von Wasserstoff zum Heizen von Privathaushalten würde aufwändige Prüfungen verhindern und für mehr Planungssicherheit sorgen.

Nirgends im Wärmeplan gibt es konkrete Angaben zur Stilllegung der Gasverteilnetze. Dabei ist laut Agora Energiewende davon auszugehen, dass der Großteil der Gasverteilnetze zukünftig keine Verwendung mehr haben wird. [2] Ebenso ist laut der Verteilnetzstudie der dena eine Kostenexplosion der Netzentgelte für die verbleibenden Gaskund:innen zu erwarten. [3] Statt mit dem Gasnetztransformationsplan das bestehende Gasnetz auf Wasserstoff umzurüsten (KWP Maßnahme 3.1), sollte lieber überall dort, wo Wasserstoff verzichtbar ist, eine Stilllegung geplant und von Stadt und Netzbetreiber gemeinsam vorbereitet werden. Die Stadt muss vom Netzbetreiber eine geordnete und geplante Stilllegung der Gasnetze einfordern und den Prozess kommunikativ unterstützen.

Öffentlichkeitsarbeit

Wir möchten anmerken, dass es größeren Aufwand erforderte den kommunalen Wärmeplan aufzufinden und einzusehen. Hierbei war es von Nachteil, dass dieser nur auf dem Beteiligungsportal zu finden ist. Eine direkte Verlinkung mit gelber Hinterlegung wie bei der Seite zum Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts (IEK) wäre wünschenswert.

Wir begrüßen, dass die Stadt mit dem Energielotsen eine zentrale Anlaufstelle für Beratungsangebote und Fördermöglichkeiten geschaffen hat. Allerdings ist die Plattform auf der Webseite der Stadt ebenso schwer aufzufinden. Hier wäre eine eigene Webseite vermutlich sinnvoller gewesen. Wichtige Tools, wie der Energieatlas, sind ebenso per Direktsuche schwer auffindbar und vermutlich den Bürger:innen zum großen Teil unbekannt.  Zusätzlich zur Verlinkung bestehender Fördermöglichkeiten könnte die Landeshauptstadt eine eigene, einkommensabhängige Förderrichtlinie für Gebäudesanierung und Heizungstausch entwickeln, die gezielt einkommensschwache Haushalte unterstützt.

Soziale Wärmewende

Die Stadt muss dafür Sorge trage, dass soziale Gerechtigkeit stets mitgedacht wird. Denn Menschen mit hohem Einkommen verursachen wesentlich höhere CO2-Emissionen als Menschen mit geringem Einkommen. Wir begrüßen, dass im Wärmeplan Maßnahmen enthalten sind, die eine sozialverträgliche Wärmewende stützen, wie z. B. mit der Identifizierung “kritischer Gebiete” in Maßnahme 5.1.

Beratung zur eigenen Heizentscheidung

Du willst dich Informieren, wie dein Haus am besten zukünftig geheizt werden kann? Dann nutze die Webseite des Energielotsen der Stadtverwaltung mit Infos zu Förderungen, Beratungen und gesetzlichen Vorgaben:

Crowdfunding gestartet: Infotafel mit Bank zum Lernen & Ruhen

Auf der Prager Straße entsteht bald etwas Neues: Eine Infotafel zum Klimaschutz in Dresden mit Sitzmöglichkeit. Unser Infopunkt wird dabei Teil des Grünen Bogens sein, mit dem nicht nur mehr Grün in unsere Innenstadt gebracht werden soll, sondern auch über Klimaschutz- und Stadtentwicklungsprojekte informiert wird. Wir helfen damit Wissen, Stadtgrün und Aufenthaltsqualität zu verbinden.

📅 Geplante Aufstellung: Ende 2025.

Mit deiner Spende kannst du dafür sorgen, dass Klimaschutz mitten in der Stadt erlebbar wird. Jeder Euro zählt – schon kleine Beträge bringen uns unserem Ziel näher! Unser Projekt wird ebenfalls unterstützt von der Sparkasse Dresden.

Wir starten einen Klimastammtisch

Du interessierst dich für Nachhaltigkeit und Klimaschutz oder möchtest deine Sorgen über den Klimawandel loswerden? Dann komm zu unserem Klimastammtisch. Mit uns kannst du dich informieren und aktuelle Themen diskutieren.

In lockerer Runde treffen wir uns etwa alle 2 Monate im Restaurant „BrennNessel“ (Schützengasse 18, Dresden). Gestartet wird am Montag, den 20.10.2025 um 20 Uhr. Schau vorbei, lerne neue Leute kennen und bring gern deine eigene Geschichte mit! Bist du in deinem Leben oder in der Familie schon vom Klimawandel betroffen gewesen? Erzähl es uns!

Damit wir genug Plätze reservieren können, melde dich bitte kurz hier an. 👉 https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLScaNYl-LNycydkIM0XNW3UxyIPBLNcIeiYZmCzN4G0ekf8VLQ/viewform?usp=dialog

Wir freuen uns auf dich! 💚

Balkonkraftwerk-Verlosung – Mitmachen, gewinnen und Klimaschutz verbessern!

Wir verlosen ein steckfertiges Balkonkraftwerk und unterstützen damit ganz konkret die Energiewende von unten. Wer in Dresden wohnt und ein bisschen Platz am Balkon oder im Garten hat, kann jetzt Teil der Lösung werden: Selber Strom erzeugen, CO₂ vermeiden und gleichzeitig Geld sparen.

Jeder kann teilnehmen:

Die Teilnahme ist ganz einfach. Du brauchst einen:

  • Wohnsitz in Dresden oder Umgebung (Haupt- oder Nebenwohnsitz)
  • Ort zur Installation (Balkon, Garten, Carport etc.)
  • Mindestalter von 18 Jahren

Und keine Sorge: Auch wenn du kein Wohneigentum hast, kannst du eine Stecker-PV-Anlage nutzen. Mieter:innen haben ein gesetzlich verankertes Recht auf ein Balkonkraftwerk. Du musst deine:n Vermieter:in vor der Installation informieren, aber die Zustimmung darf nicht ohne triftige Gründe verweigert werden.  

Das gibt es zu gewinnen:

Eine Mini-Photovoltaik-Anlage, die du direkt in eine Steckdose einstecken und somit direkt genutzt kannst. Es besteht aus:

  • vier flexiblen PV-Modulen (insgesamt ca. 800 Watt Leistung)
  • einem passenden Wechselrichter
  • einem 1,6 kWh Speicher
  • einem Smart Meter für die Verbrauchsübersicht

Darum machen wir das:

Die Erzeugung des in Dresden benötigten Stroms verursacht die meisten Treibhausgase in der Klimabilanz unserer Stadt. Mit der Verlosung wollen wir zeigen, wie praktisch und unkompliziert es ist, selbst Teil der Energiewende zu sein – auch als Mieter:in! Du kannst etwas bewirken! Auf unserer Webseite kannst du dir eine Übersicht über alle Sektoren anschauen, die die Treibhausgasbilanz von Dresden beeinflussen und wie unsere Zukunftsvision aussieht.

Teilnahmeschluss ist der 15. August 2025. Wir drücken dir die Daumen! 🌞

Leider ist das Gewinnspiel abgeschlossen.

Wir haben den Gewinner benachrichtigt. Wenn du es nicht warst, nutze die Förderung der SAB, um dir trotzdem ein Balkonkraftwerk anzuschaffen. Die SAB gibt Mietern 300 Euro dazu.

Foto: Franz Bachinger auf Pixabay

Wir legen schon mal los: Vorläufigen Klimabeirat einberufen

DresdenZero hat mit Unterstützung der Lokalen Agenda, dem BUND Dresden und der TU Umweltinitiative einen vorläufigen Klimabeirat initiiert. Der Dresdner Stadtrat hat bereits im April 2024 die Einrichtung eines Klimabeirats beschlossen, diesen allerdings offiziell noch immer nicht eingesetzt. Die Akteur:innen, die normalerweise in solch einem Beirat sitzen, haben sich deshalb zu einer Simulation des Beirates entschlossen. Wir wollen damit ein positives Zeichen an alle Entscheidungsträger:innen senden, damit wir zum Thema Klimaschutz in Dresden wieder mehr an einem Strang ziehen. 

Zum ersten Mal haben sich Vertreter:innen aus der Wissenschaft, städtischen Unternehmen, Wirtschaft, Verbänden, Zivilgesellschaft sowie Politik getroffen, um gemeinsam Impulse für eine wirksame Klimapolitik in Dresden zu setzen. Mit dieser Sitzung soll aufgezeigt werden, welche Themen im Klimabeirat besprochen und welche Empfehlungen zu klimarelevanten Fragestellungen erstellt werden können. Darüber wurde abgestimmt, wie verschiedene Perspektiven eingebunden werden können.

Die Zusammenkunft hat am 3. Juni 2025 in Neuen Rathaus stattgefunden. Am Ende der Sitzung stimmten die Anwesenden einstimmig für eine Resolution: Der vorläufige Klimabeirat begrüßt die Einrichtung des 2023 beschlossenen ordentlichen Klimabeirates und fordert den Stadtrat auf, diesen zeitnah zu besetzen.

Die Umweltbürgermeisterin, Frau Jähnigen, bekräftigt ihre Unterstützung, auch im Namen des Oberbürgermeisters. Sie bestätigte, dass die Stadtverwaltung um die Notwendigkeit des beratenden Gremiums weiß und sich weiterhin für dessen Berufung einsetzen wird.

Über den Erfolg dieser Veranstaltung könnt ihr in unserer Pressemitteilung mehr lesen.

E-Petition durchgeführt: Dresden darf den Klimaschutz nicht aufgeben!

Wir haben eine e-Petition initiiert, damit auch der neue Stadtrat Klimaschutzthemen weiter verfolgt, denn seit der Wahl im Herbst 2024 zeichnen sich nicht nur Verzögerungen bei klimarelevanten Entscheidungen ab, sondern auch starke Kürzungen. Im März 2025 wurde die Petition mit 4.300 digitale Unterschriften abgeschlossen und an die Stadtverwaltung übergeben. Mit der e-Petition wollen wir:

  1. Den zeitnahen Beschluss des neuen Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts (IEK), sowie dessen Umsetzung
  2. Die zügige Besetzung des Klimabeirats
  3. Keine Kürzungen im ÖPNV – dafür sind die Finanzierungsgrundlagen für den ÖPNV mittelfristig neu zu regeln

Die e-Petition wurde nötig, da seit der letzten Kommunalwahl der Stadtrat die Verabschiedung von laufenden Klimaschutzthemen gestoppt hat. Noch 2020 erklärte der Dresdner Stadtrat den Klimaschutz zur „städtischen Aufgabe von höchster Priorität für die Daseinsvorsorge durch die Landeshauptstadt Dresden und die städtischen Beteiligungsgesellschaften“. Vier bzw. fünf Jahre später liegt nun zwar ein fertiges neues Klimaschutzkonzept vor, aber dessen Beschluss wird durch den Stadtrat verschleppt und ist nicht absehbar. Es droht sogar eine Ablehnung. Auch die Einrichtung eines Klimabeirats wurde erkämpft. Nun wird allerdings dessen Wahl immer wieder vertagt. Mit einer Änderung der Hauptsatzung des Stadtrats könnte der Beirat sogar wieder ganz gestrichen werden. Zu allem Überfluss drohen auch noch drastische Kürzungen im ÖPNV, dem Rückgrat der Mobilitätswende.

Gemeinsam mit anderen Dresdner Initiativen, Organisationen und Bürger:innen hoffen wir nun, dass der neu gewählte Stadtrat die bisher erreichen und bereits geplanten Klimaschutzmaßnahmen nicht umkehren wird. Der Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen auch ist nicht nur eine Frage der globalen Verantwortung und der Schuld gegenüber jüngeren Generationen. Unternehmen wollen erneuerbare Energien und ohne einen gut ausgebauten ÖPNV kann Dresden kaum attraktiv für Fachkräfte sein bzw. bleiben. Klimaschutz ist notwendig für eine stabile wirtschaftliche Entwicklung in Dresden.

Initiatoren der Petition:

  • Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Dresden
  • DresdenZero
  • TU-Umweltinitiative (tuuwi)
  • Health for Future Dresden

Unterstützt wurde die Petition u. a. von:

  • Arbeitskreis für nachhaltige Digitalisierung Dresden
  • BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Dresden
  • Bund deutscher Landschaftsarchitekt:innen Landesverband Sachsen
  • DIE LINKE Dresden
  • Extinction Rebellion Dresden
  • Foodsharing Dresden
  • Fridays for Future Dresden
  • Fuß- und Radentscheid Dresden
  • Greenpeace Dresden
  • Grüne Jugend Dresden
  • Letzte Generation Dresden
  • Linksjugend Dresden
  • NABU Dresden-Meißen
  • Parents for Future Dresden
  • Pinke Hände
  • Piratenpartei Dresden
  • Psychologists for Future Dresden
  • StadtMussAtmen
  • Volt Dresden

Unsere Erfolge in 2024 – Ein Rückblick

Wir, die Ehrenamtlichen von DresdenZero, waren auch dieses Jahr wieder fleißig. Lest hier, was wir in 2024 geschafft haben.

Januar bis März: Politik und Vernetzung im Fokus

Das Jahr begann mit wichtigen Gesprächen, unter anderem mit SachsenEnergie und der Bürgermeisterin für Klimaschutz Eva Jähnigen, sowie einer umfassenden inhaltlichen Arbeit zur Prüfung des Integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes (IEK). Über ein Pressegespräch und Stellungnahme zum IEK erreichte DresdenZero eine breite Resonanz, inklusive einem Beitrag im MDR. Zudem wurden Partnerschaften mit Initiativen wie Zukunftsgestalten e.V. etabliert und TUUWI intensiviert.

April bis Juni: Sichtbarkeit und Engagement ausgebaut

Mit Ständen auf dem SLUB-Fahrradfest, 1. Mai Fest im Alaunpark, dem Elbhangfest und einer Teilnahme an der „Tour der Utopien“, sowie dem Klimastreik am 31.5. konnte DresdenZero sowohl Spenden sammeln als auch neue Mitstreiter:innen gewinnen. Besonders erfolgreich war die Teilnahme der „Öffentlichen Expertenanhörung zum IEK“ im Rathaus mit einem Redebeitrag, der Launch des „Wahlkompass Dresden“, eines Tools zur Unterstützung der Kommunalwahl mit Nachhaltigkeitsfokus mit einer begleitenden Veranstaltung „Kommunalwahl Forum“ mit Teilnahme vieler Kandidaten demokratischer Parteien, die Mitorganisation einer Infoveranstaltung zu einer geplanter Müllverbrennungsanlage und die Durchführung einer Paneldiskussion im Rahmen des DearFuture Festivals zum Thema Wasserstoff in Dresden.

Juli bis September: Klimaneutrale Vision und Preise

Im Herbst waren DresdenZero weiter auf Stadtteilfesten unterwegs. Auf Einladung des Oberbürgermeisters hat DresdenZero eine Klimaschutzerklärung unterzeichnet um Unterstützung für das Projekt EU Mission / Klimastadtvertrag zu zeigen. Die Initiative erreichte zudem einen Top 5 Platz beim Lokale Agenda Dresden Preis. Gespräche mit Politker:innen sowie eine Teilnahme am Klimastreik am 20.9. rundeten den Herbst ab.

Oktober bis Dezember: Starke politische Impulse

Im letzten Quartal 2024 konnte DresdenZero durch gezielte Gespräche mit der CDU und FDP wichtige politische Kontakte vertiefen. Um den Klimaschutz in Nachbarkommunen zu stärken suchte die Initiative Kontakt zu interessierten Personen in Radebeul und unterstützt sie bei der Gründung einer weiteren Klimaschutzinitiative in Sachsen um schneller gegen den Klimawandel aktiv zu werden. Auf der Ehrenamtsbörse im Rathaus führten Mitglieder von DresdenZero viele tiefe Gespräche mit den Besucher:innen und konnten ihr Team vergrößern.

Ein Höhepunkt für uns war die Veröffentlichung eines Visionsbildes für ein klimaneutrales Dresden 2035. Dies fand deutschlandweit Beachtung und wurde begleitet von einer Landing Page mit vielen Informationen zum Stand der Treibhausgasemissionen je Sektor, sowie vielen Positivbeispielen für Klimaschutzmaßnahmen in der Praxis in Dresden. Die Initiative zählte gleich 11 Presseartikel zum Visionsbild – unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und der Welt – womit die Aufmerksamkeit auf das Potenzial einer klimafreundlichen Stadtentwicklung gelenkt werden konnte. Zum Jahresabschluss zündete DresdenZero den Turbo.

Zusammen mit 22 weiteren Organisationen initiierten sie eine Petition um den Stadtrat aufzufordern Klimaschutz nicht länger hinauszuzögern oder zu blockieren. Die Petition hat schnell großen Zuspruch erreicht und das Ziel 10.000 Unterschriften zu sammeln für eine weitere öffentliche Diskussion aus der Mitte der Dresdner:innen heraus im Stadtrat.

Durch eine Wunschzettelaktion zusammen mit Dresdner Schulen, gelang es DresdenZero 15 Klassen aus 10 Schulen zu gewinnen und über 150 Schüler:innen zum Thema Klimaschutz zu erreichen. Die Schüler:innen gestalteten Wunschzettel, welche sie an Frau Jähnigen übergeben konnten. Mit dem Beginn eines Pressespiegels zu Klimaschutzthemen in Dresden zeigt DresdenZero kompakt den Dresdner:innen täglich welche Anstrengungen und Hindernisse es beim Klimaschutz gibt. Anerkennung bekam DresdenZero mit gleich zwei Preisen des eku Zukunftspreises, sowohl für den erfolgreichen Bürgerentscheid zur Klimaneutralität Dresdens bis 20235 und das Klimaschutz Monitoring Projekt.

Hier sind weiterführende Links:

Unser neuer Infokanal „Klima-News aus Dresden“: https://dresden.network/@KlimaNewsDresden

Die e-Petition „Dresden darf den Klimaschutz nicht aufgeben“: https://www.dresden.de/de/leben/gesellschaft/buergebeteiligung/epetition.php?extForwardUrl=https%3A//apps.dresden.de/ords/f%3Fp%3D1610%3A3%3A%3A%3ANO%3A%3AP3_P_ID%3A23616

Klima-Wunschzettel an Bürgermeisterin übergeben

Wir haben mit zehn Dresdner Schulen eine Klimabildungsinitiative gestartet. Zum Abschluss der Aktion wurden am 15. Dezember 155 Wunschzettel von einigen Schüler:innen persönlich an die Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen übergeben.

Mit unserem Projekt wollten wir Kinder ermutigen, eigene Ideen für ein klimafreundlicheres Dresden zu entwickeln und sich an Stadtentscheidungen aktiv zu beteiligen. Schließlich werden die Schüler:innen von heute die Auswirkungen der Klimakrise ihr ganzes Leben spüren.

Nach dem das Thema im Unterricht mit Informationsmaterial zu Umweltschutzmaßnahmen vorgestellt wurde, sollten die Schüler eigene Ideen sammeln, z. B. wie Energie gespart, Mobilität klimafreundlicher gestaltet oder die Natur besser geschützt werden kann. Dabei waren sowohl kleine Maßnahmen für den Alltag als auch größere Visionen willkommen. Einige Ergebnisse der Schülerarbeiten waren u. a.:

  • Die Schüler:innen des Gymnasiums Bühlau schlugen vor, mehr Fahrradwege und Bäume entlang asphaltierter Straßen anzulegen. Sie präsentierten zudem ein innovatives Konzept, Energie durch spezielle Gehwegplatten zu gewinnen, die beim Laufen Strom erzeugen.
  • Aus dem LEO-Gymnasium kamen Ideen wie die Ausweitung von Tempo-30-Zonen in der Stadt, um CO2-Emissionen zu senken, mehr „grüne Wellen“ und intelligente Ampeln. Sie wünschten sich außerdem mehr grüne Flächen zur Abkühlung und für saubere Luft. „Ich wünsche mir mehr Bäume zur Abkühlung im Sommer und damit wir bessere Luft atmen können“, erklärte eine Schülerin.
  • Vom Romain-Rolland-Gymnasium kamen Ideen für zusätzliche Mülleimer, um ein Überlaufen zu verhindern, und der Wunsch nach mehr Zebrastreifen und Fahrradwegen.

Die Bürgermeisterin Eva Jähnigen hat das Engagement der Schüler:innen zum Übergabetermin gelobt und ging auf viele der Vorschläge ein. Sie hob hervor, dass in ihrer Amtszeit bereits 120 Hektar neue Grünflächen geschaffen und 100 Hektar bestehende Flächen auf Nachhaltigkeit umgestellt wurden. Zudem berichtete sie von Fortschritten bei der Installation von Photovoltaikanlagen auf Schuldächern und dem Einsatz innovativer Solarfolien als auch der Kombination von Photovoltaik und Solarthermie.

Der 15.12.2024 ist ein wichtiges symbolisches Datum für DresdenZero, da an diesem Tag vor zwei Jahren das „Bürgerbegehren für Klimaneutralität bis 2035“ durch den Stadtrat angenommen wurde. DresdenZero ruft alle Bürger:innen, Organisationen, Politiker:innen und die Stadtverwaltung auf, sich weiterhin für ein klimaneutrales Dresden einzusetzen und das neue Integrierte Energie- und Klimaschutzkonzept zu verabschieden. Gemeinsam können wir die Vision einer lebenswerten Zukunft Wirklichkeit werden lassen.

Übergabe Klima-Wunschzettel

Schlemm dich zum Klimaschutz mit unseren Lieblingsrezepten zum Weltvegetariertag

Seltener Fleisch essen, hat einen großen Einfluss auf die Treibhausgasemission und ist dazu noch gesund für deinen Körper. Schau dir unser Vegi-Menü mit Lieblingsrezepten von DresdenZero-Mitgliedern an.

Tierhaltung braucht große Felder für Futteranbau und viele Verarbeitungsschritte sowie Transporte verursachen Treibhausgase. Rindfleisch aus einem Maststall verursacht 60 kg CO2eq pro Kilogram Fleisch, während Hülsenfrüchte ca. 1 kg CO2eq und Wurzelgemüse nur 0,4 kg CO2eq pro Kilogram Endprodukt emittieren. Mit jeder Mahlzeit ohne Fleisch leisten wir also einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz! Lass dich daher von unserem Menü inspirieren.

Vorspeise: Weiße Bohnen-Kokos-Suppe

Zutaten für 2-4 Personen:

2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
2 EL Tomatenmark
etwas Wasser
1 TL Koriandersaat (gemahlen)
1 TL Paprikagewürz (geräuchert)
Salz & Pfeffer
400 ml Kokosmilch
400 g weiße Bohnen

Nach Belieben:
Baguette
Olivenöl
(Pflanzen-)Joghurt
frische Petersilie
Chiliflocken

  1. Zwiebeln und Knoblauch schneiden
  2. Zwiebeln in etwas Öl anbraten, bis sie glasig sind
  3. Tomatenmark und Knoblauch hinzufügen und kurz mitbraten
  4. mit etwas Wasser ablöschen
  5. Koriandersaat, Paprikagewürz, Salz und Pfeffer hinzufügen
  6. Kokosmilch hinzufügen und 10 Minuten köcheln lassen
  7. Währenddessen Baguette mit Olivenöl in einer separaten Pfanne anbraten
  8. Weiße Bohnen zu Tomaten-Kokossoße hinzufügen, nochmal 5 Minuten köcheln lassen.
  9. In eine Schüssel geben und mit (Pflanzen-)Joghurt, Petersilie und Chiliflocken toppen

Hauptgang: Süßkartoffel-Curry

Zutaten für 2 Personen:

100 g Wildreis
500 g Süßkartoffel
1 Zwiebel
10 g Ingwer
1 Knoblauchzehe
20 g rote Currypaste
150 ml Kokosmilch
150 ml Wasser
400 g gestückelte Tomaten

nach Belieben:
Sesamöl (geröstet)
Salz
Erdnüsse (geröstet und ungesalzen)
frischer Koriander
Erdnussbutter

  1. Reis nach Packungsanleitung kochen
  2. Zwiebel, Süßkartoffeln, Ingwer und Knoblauch schälen und schneiden
  3. Zwiebel und Süßkartoffeln in Sesamöl 5 Minuten anbraten und salzen
  4. Ingwer, Knoblauch und Currypaste hinzufügen und kurz weiterbraten
  5. gestückelte Tomaten, Kokosmilch und Wasser hinzugeben und 15 Minuten köcheln lassen
  6. Toppings vorbereiten: a) Erdnüsse hacken b) Koriander waschen und schneiden c) ca. 1TL Erdnussbutter mit etwas Wasser in einer Schüssel zu einer Soße verrühren
  7. Reis mit dem Süßkartoffeleintopf in eine Schüssel geben und mit Toppings servieren

Nachtisch: Eierschecke (nach Leutewitzer Art)

Mürbeteig-Zutaten für eine 28 cm Springform:

1 Eigelb                               
150 g Mehl
75 g Butter (kalt, in kleinen Stücken)
Salz
50 g Zucker
30 ml Milch (noch besser Not-Milk oder anderen Ersatz)
0,5 TL Backpulver

  1. Ei trennen. Eiweiß kalt stellen
  2. Alles gut verrühren bis kleine Klümpchen entstehen
  3. In der Springform einen dünnen Boden ausdrücken und einen niedrigen Rand
  4. 30 Min. ins Tiefkühlfach

Quarkschicht-Zutaten

500 g Quark (40 %)
1 Ei (komplett)
1 Eigelb
500 ml Milch
2 EL Backöl
130 g Zucker
1 Pck. Vanillepuddingpulver
Vanillepulver
Prise Salz
0,5 TL Zitronenabrieb
Rosinen nach Vorliebe

  1. Ei trennen. Eiweiß kalt stellen
  2. Quarkschichtzutaten verrühren
  3. Auf den tiefgekühlten Teig die Quarkschicht gießen
  4. Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad Ober/Unterhitze für 50-60 Minuten backen (unterste Schiene)

Eiweißschicht-Zutaten:

2 Eiweiß
2 EL Zucker
Prise Salz

  1. Eiweiß mit Zucker und Salz steif schlagen
  2. nach ca. 1 h auf den vorgebackenen Kuchen geben und weitere 15 Minuten backen.
  3. Gut auskühlen lassen, damit der Pudding fest wird.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Nachkochen und Backen. Wenn du dich tiefer einlesen willst, lies hier weiter:

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/6232/dokumente/ifeu_2020_oekologische-fussabdruecke-von-lebensmitteln.pdf

https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Landwirtschaft/WWF-Fleischkonsum.pdf

https://www.vegan.at/umwelt-speiseplan